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Vorschau des versteckten Inhaltes

Jeder Gottesdienstbesucher erhielt eine liebevoll gestaltete Lichttüte mit auf seinen Weg. Bild: LWL/Seifert

18.12.2018 Lichtblicke in der LWL-Klinik Marl-Sinsen

Junge Patienten gestalten Adventsgottesdienst

Marl-Sinsen (lwl). Klein ist sie und vielleicht gerade deshalb so heimelig, die Christuskirche auf dem Gelände der Marler Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Als die etwa 80 Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren frühmorgens zum Adventsgottesdienst kommen ist es draußen noch fast dunkel – in der Kirche selbst leuchten einige Teelichte und ein einzelner Stern.

Die Schülerinnen und Schüler der Schule für Kranke suchen sich einen Platz. Manche etwas ungestüm und laut erzählend, andere still und nachdenklich und wieder andere fast verschämt. Gemeinsam haben sie in ihren Klassen der „Schule für Kranke“  diesen Gottesdienst vorbereitet. „Advent- Aufbruch ins Licht“ lautet das Thema. – Doch vor diesem  Aufbruch steht die Dunkelheit. Und mit diesem Thema kennen sich die jungen Patienten der Marler LWL-Fachklinik offensichtlich aus.

„Was bedeutet Dunkelheit für Dich?“ Diese Frage haben die Lehrer ihren Schülern in den Klassen gestellt. Jetzt werden die entsprechenden Kärtchen mit den Antworten vorgelesen:  „Dunkelheit ist für mich, wenn jemand aus meiner Familie gestorben ist“, „(…) wenn ich mich alleine fühle“, „(…) wenn ich meinen besten Freund vermisse“, „(…) wenn meine Gefühle gegen meinen Verstand sind und umgekehrt“.

Im Laufe des Gottesdienstes erfahren die Kinder und Jugendlichen von Pfarrerin Heide Gerland, dass es im Advent auch um das Licht geht, das die Dunkelheit vertreibt. Nicht nur um die leuchtenden Kerzen auf dem Adventskranz sondern auch das Licht, das in den Menschen leuchtet. „Es kann für die Begeisterung an einer Sache stehen aber auch für Jesus, der Licht in unsere Herzen brachte“, erklärt Saskia Stahlberg. Dieses Licht lohne es sich zu bewahren. „Mache Dich auf und werde Licht“, wird angestimmt und einige Anwesende singen aus voller Kehle mit, nicht nur die kleinsten, auch der ein oder andere sonst eher „coole“ Teenager.

„Es ist schön zu sehen, dass unsere Schüler sich auf einen Gottesdienst einlassen können“, freut sich Julia Nowak, „und auch wenn vielleicht nicht jeder an Gott glaubt, ist diese Gemeinschaft in einer feierlichen Atmosphäre oftmals ein Lichtblick im Leben der jungen Patienten.“